Neue Hoffnung Für Simbabwe?

DailyForex Team

Robert Mugabe hat die Nation Simbabwe seit ihrer Gründung aus dem weißen kontrollierten Rhodesien geführt. 37 Jahre lang hat sich Mugabe (93) rücksichtslos an die Macht geklammert und ein einstmals wohlhabendes Land in einen wirtschaftlich hoffnungslosen Fall verwandelt.

Die Inflation in Simbabwe lässt die Sorgen des Westens blass erscheinen: Mit einer Hyperinflation im Jahr 2008 und einer Verdopplung der Preise alle 24,7 Stunden, einer jährliche Rate von 89,7 x 1021, der zweithöchsten jemals verzeichnete Rate. Nach diesen Entwicklungen war der Simbabwische Dollar schließlich wertlos geworden, und das Land hat seitdem den US-Dollar als seine Währung angenommen. Nach Angaben der Autoren, die den Hyperinflationsspitzenwert der Nation (eine implizierte Rate) errechneten, liegt die jährliche Inflationsrate derzeit bei 243%. Eine noch schlimmere Hyperinflation in der Geschichte gab es nur in der Weimarer Republik.

Die politische Veränderung in Simbabwe wurde ausgelöst, als Mugabe die Kontrolle über das Land an seine Frau Grace übertrug und seinen langjährigen Partner und Vizepräsidenten Emmerson Mnanagagwa, der kurz ins Exil ging, umging. Im Zuge eines "Militärputsches" wurde sichergestellt, dass Mugabe zunächst vor Verbrechern "geschützt" würde. Er wurde dann unter Hausarrest gestellt und trat schließlich wider Willen zurück, um von Mnangagwa von der herrschenden Zanu-PF-Partei ersetzt zu werden.

Der IWF fordere das "neue" Regime dazu auf, sofortige Wirtschaftsreformen durchzuführen, sagte der Leiter der simbabwischen Mission, Gene Leon: "Die wirtschaftliche Situation in Simbabwe ist nach wie vor sehr schwierig. Unverzügliches Handeln ist von entscheidender Bedeutung, um das Defizit auf ein nachhaltiges Niveau zu senken, Strukturreformen zu beschleunigen und sich erneut an die internationale Gemeinschaft zu wenden, um dringend benötigte finanzielle Unterstützung zu erhalten." Er führte weiter aus, dass die Staatsausgaben und die Auslandsschulden des Landes viel zu hoch seien und dass Strukturreformen dringend notwendig sind. Simbabwe ist mit seinen internationalen Schulden in Verzug geraten und hat sich aus den internationalen Geldmärkten zurückgezogen.

Die Schwäche der simbabwischen Wirtschaft, die sich seit dem Millennium auf die Hälfte reduziert hat, wurde Mugabes Bodenreformen sowie der Ausweitung der Geldmenge durch den Druck simbabwischer Dollar zugeschrieben (was zeigt, was mit einer Variante der quantitativen Lockerung schief gehen kann!).

Die Tatsache, dass Simbabwe US-Dollar anstelle seiner eigenen Währung verwendet, hat zu einem Liquiditätsengpass im Land geführt. Es ist dem Land seit dem Zahlungsausfall 1999 praktisch verboten, Geld auf internationalen Märkten zu leihen, und es benötigt dringend eine Geldspritze.

Es bleibt abzuwarten, ob der neue Zanu-PF-Präsident einen anderen wirtschaftlichen und demokratischen Kurs einschlagen wird als sein Vorgänger.

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