Öl verliert weiter an Boden aufgrund des Überangebots

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Die Ölpreise waren während der asiatischen Handelssitzung am Donnerstag niedriger, nachdem Berichte aus den Vereinigten Staaten vom Mittwoch zeigten, dass die US-Rohöllagerbestände den höchsten Stand seit Dezember 2017 erreichten. Nach Angaben der Energy Information Administration (EIA) stiegen die gewerblichen US-Rohöllagerbestände letzte Woche um 4,9 Millionen Barrel auf 446,91 Millionen Barrel. Das Land produziert nun 11,7 Millionen Barrel pro Tag, ein Rekordhoch.

Die OPEC und die russischen Staats- und Regierungschefs haben erklärt, dass sie Produktionskürzungen in Betracht ziehen könnten, um einen weiteren Preisverfall zu verhindern. Es wird erwartet, dass eine Entscheidung auf der nächsten OPEC-Sitzung veröffentlicht wird. Ab 14:25 Uhr HK/SIN sanken die US-WTI-Futures um 01,3 Prozent auf 54,56 US-Dollar pro Barrel und die Rohöl-Futures von Brent um 0,27 Prozent auf 63,31 US-Dollar pro Barrel. Erst im vergangenen Monat erreichte die US-WTI mit 79,90 $ pro Barrel ihren Höchststand und ist seitdem um über 30 Prozent gefallen, mit einem starken Rückgang von 6 Prozent allein am Dienstag.

Obwohl die OPEC öffentlich ihre Besorgnis über sinkende Ölpreise zum Ausdruck gebracht hat, hat US-Präsident Donald Trump den Schritt nach unten gelobt und noch weitere Rückgänge gefordert.

In einem kürzlich erschienenen Tweet schrieb Trump: "Die Ölpreise sinken. Großartig! Wie ein großer Steuerschnitt für Amerika und die Welt. Viel Spaß!....... Danke an Saudi-Arabien, aber lass uns tiefer gehen!"

Trotz Trumps Glück über die niedrigeren Ölpreise erwarten Analysten nicht, dass die Preise so niedrig sind. Die saisonale Kälte wird die Nachfrage erhöhen, erwarten Analysten, und eine Produktionskürzung der OPEC und Russlands kann den Preisverfall verhindern - und könnte sie sogar auf die jüngsten Höchststände zurückführen. Dennoch warnen Analysten, wenn die USA die Produktion weiter erhöhen, könnten die Ölpreise schwieriger steigen als erwartet.

Sara Patterson hat einen Master-Abschluss in Politikwissenschaften und analysiert mit Leidenschaft aktuelle Ereignisse und internationale Märkte, um einen umfassenden Blick auf den Devisenmarkt zu bekommen. Bevor sie sich dem Finanzschreiben zuwandte, unterrichtete sie Englisch als Fremdsprache. Saras Arbeit wurde auf verschiedenen Finanz- und Forex-Blogs veröffentlicht.