Ölpreis steigt nach OPEC-Befürchtungen

Die OPEC und ihre Verbündeten haben ernsthafte Bedenken wegen des globalen Überangebots geäußert, was Saudi-Arabien veranlasste, im nächsten Monat eine Kürzung des Angebots anzukündigen. Die Ankündigung ließ die Preise während der asiatischen Handelssitzung am Montag um mehr als ein Prozent steigen. Brent Rohöl-Futures stiegen um 1,42 Prozent auf 71,16 US-Dollar pro Barrel, und U.S. WTI Futures handelten um 0,85 Prozent auf 60,70 US-Dollar pro Barrel ab 13:53 Uhr HK/SIN.

In einer Erklärung im Anschluss an ihre Wochenendtreffen deuteten die OPEC und ihre Verbündeten an, dass mehrere OPEC- und Nicht-OPEC-Ölförderländer möglicherweise die Produktion einschränken müssen, um die Ölmärkte im Gleichgewicht zu halten. In einer separaten Ankündigung sagte der saudi-arabische Energieminister Khalid al-Falih Reportern, dass das Land seine Versorgung um 0,5 Millionen Barrel pro Tag reduzieren werde. Der russische Energieminister Alexander Novak sagte, dass er nach wie vor nicht davon überzeugt sei, dass der Ölmarkt 2019 weiterhin überversorgt sein werde.

Die Ankündigungen erfolgten nur wenige Tage nach der Meldung der Energy Information Administration (EIA), dass die US-Produktion Anfang des Monats mit 11,6 Millionen Barrel pro Tag Rekordstände erreichte. Am Freitag berichtete Baker Hughes, dass US-Energieunternehmen letzte Woche 12 Ölplattformen hinzugefügt haben, was einer Gesamtzahl von 886 Plattformen entspricht, die höchste Zahl seit März 2015.

Dies wäre nicht die erste Produktionskürzung für die OPEC in den letzten Jahren. Im Januar 2017 führte der Konzern Produktionskürzungen durch, um einen weltweiten Überschuss abzubauen, der die Preise in die Höhe trieb. Die letzte Produktionskürzung wurde im Juni teilweise aufgehoben, nachdem der Ölpreis wieder auf 3 ½ Jahreshöchststände gestiegen war.

Im nächsten Monat wird eine formelle Sitzung der OPEC stattfinden, auf der die Strategie offiziell vorgestellt wird.

Sara Patterson hat einen Master-Abschluss in Politikwissenschaften und analysiert mit Leidenschaft aktuelle Ereignisse und internationale Märkte, um einen umfassenden Blick auf den Devisenmarkt zu bekommen. Bevor sie sich dem Finanzschreiben zuwandte, unterrichtete sie Englisch als Fremdsprache. Saras Arbeit wurde auf verschiedenen Finanz- und Forex-Blogs veröffentlicht.